Der Schlüssel zum Kampf gegen Armut ist Bildung“.
(Frank Heinrich)

 

Es gibt auch in Sri Lanka Kinder, deren größter Wunsch ist es, ein eigenes Schulbuch zu besitzen, sowie ein paar eigene Schuhe, um die Schule überhaupt besuchen zu können.
Eine bestimmte Art von Schuhen und weiße Schulkleidung sind Pflicht in diesem Land.

Deshalb hat unser Verein WUNDERbar g.V. ein Kinderfest in einem Slum nahe Ambalongada organisiert und es wurden für zwanzig der aller ärmsten Kinder Schuhe und Bücher gekauft.
Dabei erhielt ich Unterstützung von meiner lieben ehemaligen Schülerin Nimmi (DANKESCHÖN), die jedes einzelne paar Schuhe passend besorgt und das ganze Fest auch organisiert hat.

Als es dann auch noch Luftballons, Kuchen und Fruchtgetränke gab, war zumindest dieser Tag für die Kleinen perfekt und besonders vorwitzige Händchen begannen immer wieder in meinen Haaren zu wuscheln, die für sie doch sehr komisch waren …Stroh als Haare …diese Ausländer ….

 

„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte,
solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt“.
(Albert Einstein)

„Es gibt Menschen, die hinterlassen einen Regenbogen
auf deiner Seele – bunt und schön und wunderbar“.


(Roswitha Bloch)

 

So erging es mir im Mädchenwaisenhaus im Westen von Sri Lanka.

28 „Regenbogen“-Kinderherzen berührten mich und wieder einmal dachte ich, sie geben mit ihrem wunderschönem Lächeln so viel mehr, wie sie von uns erhalten. Ich verstehe jetzt viel besser, warum Sri Lanka das „Land des Lächelns“ heißt.

Für den Verein WUNDERbar g.V. durfte ich auch hier allen Mädchen Bücher und Schokolade überreichen, sie freuten sich so sehr darüber, denn für diese Waisenkinder ist eine Tafel Schokolade eine Seltenheit und ein eigenes Schulbuch ganz wundervoll.

Ich versuchte jede Geschenkübergabe mit einer respektvollen und doch liebevollen Streicheleinheit zu verbinden, so weit es die Vertrautheit zuließ.

Als ich den Mädchen berichtete, dass ich selbst aus einem Waisenhaus komme, war der Bann jedoch schnell gebrochen und die Zutraulichkeit wuchs.

Außerdem habe ich, für WUNDERbar g.V., alle Heimbewohner zu einem ganz besonderen Essen einladen dürfen:

Roti -
ein Fladenbrot das auf einer beheizten Platte gebacken und dann gefüllt wird. Basis des Gerichts war ein Curry aus Hühnchenfleisch und Kokos.

Viele Menschen haben stundenlang gearbeitet, um den Waisenkindern dieses ganz besondere Gericht zu ermöglichen und dann wurde es in Eimern und Töpfen, mittels mehrerer Tuc Tucs, zu dem ca. 10 km entfernten Waisenhaus gefahren.

Auch hier wieder vielen Dank an Nimmi, die alles so wunderbar organisiert hat.

Für alle Bewohner war dieses Essen eine so tolle Abwechslung zu dem „Einheitsbrei“ den es aus Kostengründen sonst so gibt.

Zufall?

Am Abend bildete sich ein doppelter Regenbogen über meine Hotelanlage ………….als ob das Land DANKE sagen wollte …………einfach himmlisch …………und ich gebe den Dank gerne weiter an alle, die uns unterstützt haben, mit Geld, Arbeitskraft oder aufmunternden Worten.

 

„Die Erde ist deine Mutter - sie hält dich.
Der Himmel ist dein Vater - er beschützt dich.
Der Regenbogen ist deine Schwester - sie liebt dich“.

(Hopi Prophezeihung)

 

………….…und besonders gültig für alle, die keine Mutter, Vater und Geschwister (mehr) haben.

Fotos (C) Gabriela Hilf


"Da lieg' ich still und traure,
mein Herz ist von Weh erfüllt!
Voll Sehnsucht denk' ich wieder
an ein entschwundnes Bild.
O, wärst du doch geblieben
ein Engel zur Seite mir,
ich wäre nimmer geworden
der düstre Fremdling hier!"

(Christian Hoeppl)

Ich bitte alle Leidenden in Syrien um Verzeihung, dass wir nicht mehr helfen können ...........es bleibt nur das Gebet .....Ohnmacht ...die Bitte um Gnade ....Hoffnung auf Frieden ....Hoffnung auf Vergebung ..Hoffnung auf ein Ende des Leids .........

Foto (C) Hilf



„Die weiseste aller Tapferkeiten ist die Flucht“.
(Sprichwort aus China)

 

DANKE –Deutschland,
dass ich jetzt hier sein darf,
ich freue mich so auf EUCH !

 

Nagham, 5 Jahre, aus Syrien

 

 

 

„Menschen kommen durch nichts den Göttern näher,
als wenn sie Menschen glücklich machen“.
(Marcus Tullius Cicero)
(106 - 43 v. Chr., römischer Redner und Staatsmann)


Mütter beschreiten manchmal Wege, die die Engel fürchten zu gehen.

 

(Unbekannt)

 

 

 

„Mama darf nicht gesund werden“.

 

 

 

Ich habe eine größere Menge gesponserte Windeln  in eine Flüchtlingssiedlung am Stadtrand bringen dürfen und will schauen, was sonst noch nötig ist.

 

 

 „Was wünscht ihr euch?“, frage ich verschiedene Kinder, die mich schon von anderen Besuchen kennen, doch erneut haben sie keine Wünsche für sich selbst.

 

 

„Mamas Schuhe drücken und sie bräuchte eine Tasche mit Rollen zum ziehen, der Weg für Einkäufe ist so weit und schwer für uns“, erzählen mir zwei Mädchen und schauen mich traurig an.

 

 

 Ihr deutsch ist hervorragend, obwohl sie noch kein Jahr hier sind. Sie gehen gerne in die Schule, mögen Deutschland.

 

 

Auch Riger und Peristela stehen bei mir. Riger zeigt mir seine Kunststück, macht einen Handstand und läuft so den Flur entlang. Ein kurzes lachen, ein glücklicher Moment und dann wird er wieder ernst: „Wenn Mama gesund ist, müssen wir Deutschland verlassen und zurück nach Albanien.“

 

 

„Mama soll nicht leiden, aber wir möchten auch nicht von hier weg“, und ich merke dem Zehnjährigen und seiner Schwester Peristela an, wie sehr sie diese Situation belastet.

 

 

"Wenn eine Mutter weint, krümmt sich sogar Gott."

 

(Aus Griechenland)

 

 

Ich atme tief durch, kann nicht wirklich helfen, nur zuhören und in meinem Herzen aufnehmen, wie sehr die meisten Kinder in dieser Siedlung so gut integriert sind. Ich staune bei meinen Besuchen über deren Höflichkeit, Freundlichkeit und Bereitschaft sich gegenseitig zu helfen.

 

Gier habe ich nie erlebt – nur DANKBARKEIT.

 

 

"Eine Mutter, die ihr Kind liebevoll erzieht,

leistet an einem einzigen Tag mehr für ihr Volk

als so mancher Politiker in seiner gesamten Amtszeit".

 

(Werner Braun)

 

 

In absehbarer Zeit werde ich ein paar Kinder mit ihren Müttern in den Holiday Park einladen , ihnen einen besonders glücklichen Tag schenken – als Erinnerung an Deutschland.

 

 

 

"Die Erinnerung ist das einzige Paradies,

aus dem wir nicht vertrieben werden können."

 

 (Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge)

 


„Man kann nicht allen helfen“,
sagt die Engherzige
und hilft keinem.

(Marie von Ebner-Eschenbach)


„Man kann besser ohne Angst
auf dem Boden schlafen,
als mit Angst in einem goldenen Bett“.
(Epikur von Samos)

 

Das Flüchtlingskind:

„Etwas essen, etwas trinken
– danke schön, das reicht mir schon.
Brauch nicht viel zum Leben;
Aber bitte, gute Frau,
kannst du Mami etwas geben?

Schlimm der Krieg im Heimatland,
alle Häuser abgebrannt.
Papa, Bruder, Opa tot,
gar zu groß ist unsre Not

Mamis Tränen tun mir weh,
ich sie lieber lachen seh.
Schenk ihr Hoffnung, gib ihr Gnade,
sei dir dafür nicht zu schade.

Bitte, bitte – erhör mein Flehen,
dann kann ich auch schlafen gehen.

Deutschland, Deutschland, bin noch so klein,
doch so froh jetzt hier zu sein.“

 

Antwort:
"Schlafe, Kleines, schlafe ein!
Deutschland mag dein Traumland sein.

Doch auch hier gibt’s große Not,
ist - weiß Gott - nicht alles im Lot.

Doch auch Du, mein Kleines, bist ein Schatz,
hast in vielen Herzen Platz.
Mögest Du gesegnet sein,
träume jetzt im Sternenschein.

 

Text + Foto (C) Gabriela Hilf


Text: Zusammenfassung - was ich mit Flüchtlingskindern erlebe, sie wünschen sich stets eher was für die Mama - wie für sich selbst. Am meisten wünschen sie ein bißchen LIEBEVOLLE ZUWENDUNG.


Eine dicke Freundschaft hält auch noch in mageren Zeiten

 

 

„Du bist die beste Freundin der Welt; Lass uns noch ganz viele verrückte Dinge anstellen, das Leben entdecken und zusammen durch dick und dünn gehen! Mama ist Einkaufen, denn wir haben nur noch Licht im Kühlschrank."

 

 

So könnte das Gespräch gelaufen sein von den beiden Kleinen, die vergnügt auf der untersten Treppenstufe in der Stadtrand-Siedlung sitzen.

 

 

Der Weg zum Einkaufen ist für ihre Mütter weit und das Kochen sehr schwierig, weil die Frauen keine großen Töpfe haben und daher in kleinen Töpfen zwei oder dreimal kochen müssen, damit eine Mahlzeit für alle Mitglieder reicht.

 

 

Und manchmal ist die Verzweiflung groß, weil es noch nicht mal für das Nötigste reicht. Aber irgendwie schaffen die Frauen es doch immer wieder, alle satt zu bekommen.

 

 

Sheribana, Naima, Fatima und zwei weitere Frauen habe ich heute zum ersten Mami-Tag nach Schifferstadt gefahren. Dort durften sie Sachen für sich und die Familie auszusuchen.

 

Sie haben die Autofahrt, das Zusammensein und das „shoppen“ sehr genossen. DANKEschöön an Kerstin und Team für Eure Herzlichkeit und Großzügigkeit.


Manchmal treffe ich ja leider auch auf Leute, die sagen zu mir:

 

 

„Wenn mer gebbe, dann gebbe mer gern - abber mer gebbe nix!“

 


Tanze

– meine Tochter –

vor allem aus der Reihe !

 

Befreie deinen Geist!


Befreie dich von falschen Vorgaben und übernimm nichts, was sich für dich weder richtig noch gut anfühlt!

 

Sei du!

 

Wohlfühlen kommt von innen.
Von innen nach außen ...
von der Erstarrung zum Impuls ...
von der Bewegung zum Tanz.


Tanze – meine Schwester – tanze zur Heilung!

 

Stampfe auf den Boden und recke die Arme gen Himmel!


Und deine innere Stärke wächst.

 

Tanze nicht nur für die Augen anderer, tanze für deine Seele!
Wenn deine Füße tanzen, kann deine Seele schweben.

Tanz ist Leben - tanze mein Kind, meine Schwester, meine Freundin!
Sei DU – sei frei!


© G.Hilf


"Kinder brauchen viel Liebe und Beispiel".
(Carl Hilty)

 

Die Bewegungs- und Begegnungsanlage „Alla Hopp“ SCHWETZINGEN
ist ein wunderbarer Spielplatz für Kinder, welcher 2015 durch die Dietmar Hopp Stiftung, im Rahmen eines 40zig Millionen-Förderprojektes, entstanden ist.

Parkplatz- und Anlagennutzung sind kostenlos.

Die ganze Anlage ist in einem sehr gepflegten und ordentlichen Zustand. Es gibt genügend Toiletten, Sitzmöglichkeiten und auch eine Bewirtung zu moderaten Preisen. Man kann sich aber auch selbst versorgen und es macht Spass, viele Stunden hier zu verbringen.

Selbst mit einer weiteren Anreise rentiert sich ein „Alla Hopp-Tag“.

Unser Verein WUNDERbar g. V. hat am Samstag achtzehn Kinder und drei Mütter aus einer Stadtrandsiedlung von Ludwigshafen nach Schwetzingen gefahren und mit ihnen einen herrlichen Sommertag verbracht.
Mein Dank gilt auch Reiner, Alfred und Sigrid, sowie Kerstin Köllner vom Kinderschutzbund Schifferstadt, die diesen Tag mit möglich machten.

Viele dieser Kinder sind seit ein oder zwei Jahren in Deutschland und gut integriert. Sie sprechen alle sehr gut deutsch, lieben Deutschland, die Schule und ihre ganzen Freunde(innen) und müssen doch in den nächsten drei bis vier Wochen Deutschland verlassen.
Ausweisung.

Ich hoffe, sie nehmen diesen, für sie einmaligen und besonderen Tag, als dauerhafte glückliche Erinnerung mit.

Das Gequietsche, Gekicher, Staunen und Lachen bei ihnen zu beobachten, hat uns sehr berührt. Und auch, wie sie sich gegenseitig immer wieder halfen und unterstützten.

„Wer glücklich war, der wiederholt sein Glück im Schmerz“.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Wir sind froh, dass wir den Kindern vor der Ausweisung noch so einen Freudentag ermöglichen konnten – und auch DANKE an die Stiftung, die so schöne Anlagen zur kostenlosen Nutzung gebaut hat.

A l l a H o p p - bedeutet auch in etwa: ….Auf geht’s, …schauen wir mal, …..lass den Kopf nicht hängen, …sei nicht traurig, …. weiter geht’s -
Alla Hopp – vielen Dank fürs lesen und ganz besonders DIR eine schöne neue Woche und nicht vergessen:

„Kinder sind die Flügel des Menschen“.
(aus Arabien)


Gebet eines Flüchtlings-Kindes

 

Ich mag den Regen und die kühlen Wälder.
Ich mag Wolken, die am blauen Himmel dahin ziehen,
und Vögel, und Katzen, und junge Hunde.

Ich mag das Meer, wenn es wie mit Diamanten besetzt ist,
und den Flieder im Frühling, und die Lämmer auf der Weide.

Ich mag den Duft modrigen Laubs,
und den Geschmack saftiger, roter Äpfel.

Ich mag hübsche Kleider und Hochzeiten,
und kleine Kinder.

Aber ich verstehe nicht,
warum manche Leute mich nicht mögen.

 

Text - Unbekannt
Foto vom 3. 09.16 / Gabriela Hilf ©


Sterne funkeln am Gleis 2

 

und scheinen auf die Flüchtlingskinder, die jetzt vermehrt auch in unserer Region kommen.


Ich treffe auf Mütter, die in ihrer viel zu dünnen Kleidung durchgefroren und mit ihren Kräften total am Ende sind, komplett erschöpft.

 

Was sie wohl durchgemacht haben? Besser, ich weiß es nicht ………unendliches Mitgefühl erfüllt mich.


Ich nehme ein Baby zu mir, es ist federleicht und seine kleinen Händchen sind kalt.

 

Zu Essen hatte diese syrische Familie schon länger nichts mehr, erfahre ich. Während weitere Bahnhofshelfer ein Fläschchen zubereiten, spreche ich mit dem syrischen Baby, erkläre auf deutsch/pfälzisch dass es noch ein bisschen dauert ……….da beginnt es zu lächeln und es ist, als ob es mir zuflüstern möchte … Geduld …Geduld ……..


Ja, es ist mir schon oft aufgefallen, sobald man sich den Flüchtlingskindern liebevoll zuwendet, beginnen sie zu lächeln. Keines „fremdelt“, sondern sie sind sehr zutraulich, offen und freuen sich beachtet zu werden.


Lächeln, als ob auch sie etwas geben möchten. Zurückgeben. Und ich empfinde, dass sie mehr geben, als sie erhalten haben.


Ihr Lächeln ist so rein, es kommt so von innen und wird von einem Leuchten in den Augen begleitet.


Fotografieren konnte ich es noch nie…weil man halt in diesem Moment einfach nicht fotografieren kann. Es ist nur ein Bild fürs Herz. Darin bleibt das wundervolle Lächeln der Flüchtlingskinder nun ewig abgespeichert. Wenn ich die Augen schließe, an sie denke, sind die berührenden Bilder der lächelnden Kinder sofort da und schenken mir Kraft. Es ist wie ein Weihnachtswunder. Mein Gott, was sind da derzeit für Schätze unterwegs.


Mögen sie hoffentlich auf Menschen treffen, die ihre Liebe sehen, ihren Wert erkennen, das Gute in ihnen fördern.
Mir ist überhaupt nicht mehr kalt am Gleis 2 – die Flüchtlingskinder haben mich gewärmt.


 

Post von Natice

 

Heute möchte ich einen ganz besonderen Dank aussprechen, an unsere liebe Bahnhofshelferin Gabriela!


Vor einigen monaten kam sie uns am Gleis besuchen, um uns eine Spende zu überbringen. Sie ist geblieben und ist seitdem auch eine Bahnhofshelferin.

 

Sie nimmt erschöpften Müttern ihre Babies ab, sodass sie was essen, sich ausruhen können, kümmert sich mit sehr viel Liebe um die Kleinen und auch um die Mütter und jeder um sie herum spürt die Liebe, die von ihr ausgeht!


Mit der zeit hat sie (so wie viele andere auch, die zuerst am Bahnhof geholfen haben) Zugang zu Flüchtlingen bekommen und hat angefangen, Spenden für eine Flüchtlingsunterkunft in Ludwigshafen zu sammeln und hat seitdem schon vielen hundert Menschen in dieser Unterkunft mit Decken, Kleidung, Fahrrädern, Hygienemitteln geholfen und viele glücklich gemacht!


Sie besorgt Deutschlernbücher, holt Spenden ab, wäscht sie (!) und bringt sie unter die Bedürftigen und noch so vieles mehr.


Vielen, lieben dank! aber ein noch größeres dankeschön liebe Gabriela, dass du dem Ehepaar mit Deiner Behandlung helfen konntest!
Ich war selbst erstaunt, dass es beiden besser geht!! (kanns noch immer nicht glauben...).

aber abgesehen von allem, was ich oben erzählt habe: gabriela ist für mich ein engel! "

 

Wenn sie das Gleis betritt, dann wird es hell", sage ich immer ;-)

 

Ihr Erscheinen, ihre ruhige Art, ihre Art zu gehen, strahlen ungemein viel Ruhe, Besonnenheit und Positives aus. Es tut immer gut, sie zu sehen, sie um sich zu haben!

 

Schön, dass es dich gibt, schön, dass du dich uns angeschlossen hast, du bist eine bereicherung für uns und für viele andere, die das Glück haben, dich zu kennen


„Von Mannem ham ma Geld,

un von der Palz des Gemiiies bekumme“,

 

so oder so ähnlich würden die Einheimischen das ausdrücken.

Ronaida ( 7) , Jenan (5) und Mohamad (6) schrien und glucksten vor Freude über die vielen Spenden.


Insgesamt 3 Wäschekörbe mit Lebensmitteln, aber auch noch Kleidung, Bettwäsche, Schuhe und vor allem endlich Spielzeug (Roller, Puppen, Autos).


Danke an alle, die diesen Freudentag ermöglicht haben: Natice für die Begleitung, Riad fürs dolmetschen, den Mannheimerinnen für die Geldspenden und den Pfälzerinnen.


Ich habe schon lange nicht mehr gesehen, dass Kinder sich sooo über Geschenke gefreut haben. Sie wussten gar nicht, wohin sie zuerst schauen, was sie zuerst anknabbern könnten und wen sie zuerst aus Dankbarkeit umarmen sollten.


Daher verwarfen Natice und ich gleich wieder die Idee, die Kinder mit zum Frauenfest in DAS HAUS/Ludwigshafen mitzunehmen, denn die wollten jetzt s p i e l e n.

 

Waren wir auch auf den Weg dorthin noch von den Gesamtumständen dieser syrischen Familie bedrückt, so hat uns das MITEINANDER der vielen Frauen im HAUS und der Begrüßungskuss von Eleonore gleich wohlgetan und Multitalent Birsel hat uns weitere tolle Powerfrauen vorgestellt (Birsel, die waren zufällig alle von der SPD ?).


Ganz besonders angenehm ist mir Jutta Steinruck aufgefallen, die sich umgehend Notizen über diese fünfköpfigen Familie aus Dachkammer gemacht hat und versprach, sich um Hilfe zu bemühen. WUNDERbar – DANKEschöön!

 


Zum Tag der Deutschen Einheit

 

Ich finde:

„Die besten Einheiten in dieser Welt sind die Streicheleinheiten“

 

(C) Foto Gabriela Hilf


Post von Natice

family reunion - mission accomplished! herzzerreißende wiedervereinigung am frankfurter flughafen <3 mit hilfe vom ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar, Herwin und Gabriela Hilf konnten wir heute die ehefrauen und kinder von zwei in ludwigshafen lebenden syrern abholen, die über ein jahr getrennt voneinander waren. die väter hatten sich schick gemacht, sie hatten je einen strauß rote rosen für ihre frauen besorgt und wir alle waren aufgeregt und dann flossen beim wiedersehen auch ein paar tränen, nicht nur bei den familien... hussein, der sohn eines der männer hat uns als dolmetscher superwichtige dienste erwiesen. der kleine war so glücklich, seinen bruder in die arme zu schließen. Dolly, die die beiden männer betreut & ich bedanken uns ganz ganz herzlich beim asb, bei herwin und gabriela, die sich nach dem hilferuf sofort bereit erklärten, die fahrt auf sich zu nehmen, gabriela für die vielen kindersitze (!). ganz lieben dank auch an deinen chef, lieber herwin!! danach gings noch gemeinsam in ein schnellrestaurant. nachdem ich der kassierin erzählt habe, dass die kinder gerade aus jordanien angekommen sind, gab sie ihnen zum kindermenü die doppelte menge an spielsachen :-D
ich wünschte, noch mehr "junge singlemänner" würden ihre familien auf diese sichere weise in empfang nehmen können @Bundesregierung!!! 6 weniger in einem land von vielen, das die unterstützung der ganzen welt benötigt, anstatt sich mit zäunen, militär und grenzsoldaten abzugrenzen, die augen, die ohren und die herzen zu schließen, so wie es die zäune tun...
ich wünschte, diese politiker und auch die kleinhirnigen afd´ler & konsorten würden -einmal nur- solch eine wiedervereinigung erleben! wir wünschen beiden familien ein schönes leben in sicherheit in unserem land! welcome to germany!vielen dank auch an alle, die per pn hier und auf der Bahnhofshelfer Mannheim seite ihre hilfe angeboten haben! ihr seid großartig! danke!


Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen, aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.

( Joseph Joubert)

 

Trotz Köln

habe ich wieder meinen Van voll gepackt und ein weiteres Fahrrad, über zwanzig Rucksäcke, Koffer, Taschen, sowie, dank Natice, auch für alle Jungs Duschgel, neue Zahnbürsten und Zahnpastatuben zum Messplatzcamp Ludwigshafen gefahren.

 

Aber diesmal ist es mir sehr schwer gefallen.
Es waren eben doch Flüchtlinge, die sich in Köln und auch anderen Städten so widerwärtig verhalten haben.

 

Was Silvester in Köln und anderen Städten passiert ist, geht gar nicht und wenn es nach mir ginge, würde auch jeder Flüchtling sofort ausgewiesen, der sich Frauen gegenüber so verhält.

Ich kann meine Zeit, weiß Gott, auch anders verbringen und statt syrische Flüchtlinge lieber deutsche Kinder unterstützen, aber das mache ich ja sowieso.
Denn das eine schließt das andere nämlich nicht aus.

 

Viele syrische oder afghanische Mütter und Väter mussten Hab und Gut verkaufen, damit sie die Schlepper bezahlen und so die Söhne nach Deutschland kommen konnten. Wenn diese dann in Sicherheit waren und auch durch deutsche Helfer(innen) etwas Unterstützung erhielten, war das ein Lichtblick für sie. Das Kind lebt – hat das Meer überlebt – und es gibt in dem fremden Land jemanden, der ihm hilft.

 

Ich habe mich entschieden Flüchtlingen zu helfen, weil ich dem Leben gegenüber dankbar bin, dass ich meine Söhne und Tochter nicht außer Landes schicken muss, damit sie in Sicherheit sind. Und wenn es so gewesen wäre, dann hätte ich mir gewünscht , dass es dort irgend jemanden gibt, der ihnen hilft.

 

Und ich werde weiter helfen, da für alle meine Entscheidungen mein eigener persönlicher Eindruck der Maßstab ist.

Ich habe viele junge Syrer und Afghanen in den letzten Monaten in Mannheim und Ludwigshafen persönlich kennen gelernt und die waren mir und auch anderen Frauen gegenüber stets sehr höflich und respektvoll.

 

Beim verteilen von Spendenartikeln ist mir immer wieder aufgefallen, wie gut die Männer auch gegenseitig damit umgingen, wenn z. B. der eine die schönere Reisetasche und der andere nur den billigen Rucksack bekam.
Der eine ein Fahrrad, der andere keins. Der eine ein Kopfkissen und der andere nur ein kleines Badetuch.
Es gab nie Kampf oder Streitereien bei dem Spendenverteilen, das habe ich bewundert.

Auch auf dem Bahnhof haben wir immer wieder Gruppen von jungen Männern versorgt und erlebten fast nur Höflichkeit, Dankbarkeit und Zurückhaltung.

 

Obwohl Flüchtlinge hungrig waren, wollten sie ein zweites, weiteres Brot erst dann nehmen, wenn wir erklärten, dass genügend da, sei auch für die nächsten.
Obwohl sie müde waren, sprangen sie stets auf, um mir einen Platz auf der Bank anzubieten. Unsere Bahnhofshelfer, selbst Flüchtlinge, tragen nach Möglichkeit stets alle Taschen, damit wir Frauen keine tragen müssen.

 

Ich denke schon, dass die Mehrheit der Flüchtlinge in der Lage ist sich zu benehmen und respektvoll mit Frauen umgehen kann.

 

Bei der Spendenlieferung habe ich trotzdem den Jungs vom Camp in Ludwigshafen zuerst eine „Standpauke“ gehalten. Als Mutter von vier Kindern kann ich das sehr gut.

 

Die Jungen waren danach ganz traurig und geknickt und ließen mir übersetzen: „Mrs. Gabriela, es ist nicht nötig, dass Sie uns das sagen, denn wir haben großen Respekt und Anerkennung für Frauen. Wir schämen uns, dass manche sich anders verhalten, aber wir selbst haben mit solchen Landsleuten nichts gemein.“

 

Ich glaube ihnen, da ich mit dem Herzen sehe. Wir dürfen die Flüchtlinge jetzt nicht hängen lassen und alle verurteilen. Ausländische Täter sollten unbedingt ausgewiesen werden, doch den anderen Flüchtlingen, der Mehrheit, gilt es auch weiterhin eine Chance in diesem Land zu geben.

Und das sehen auch andere so, denn zum Glück bringen mir weiterhin Menschen Spenden für die Jungs vom Messplatz, z. B. auch zwei Fahrräder und Rucksäcke, gespendet von einem Pfälzer Rockerclub.

- Alle sagten: „Das geht nicht, das wird nichts, das funktioniert nicht.“
Dann kam einer der wusste das nicht und hat`s gemacht. -


 

Beitrag von NATICE (Bahnhofshelfer)

 

Der wohlstand, der in deutschland auf flüchtlinge wartet. 4000,- im monat, die es wert sind, sein leben auf der flucht zu riskieren. das waren meine ersten gedanken, als ich gestern das zimmer einer familie betrat. bahnhofshelfer on tour...
durch einen beitrag von Gabriela wurde ich aufmerksam auf diese familie in ludwigshafen. aufgrund eines versäumnisses des vaters (mangelnde deutschkenntnisse) auf der ausländerbehörde bekommt diese familie (eltern, mutter ist schwanger und drei kleine kinder) momentan keine finanzielle unterstützung. zum essen gehen sie zu einer befreundeten syrischen familie. gabriela sammelt spenden in ihrem umfeld und hat dieser familie gestern zum 2. mal lebensmittel und den kindern spielzeug mitgebracht. die kinder hatten überhaupt nichts zum spielen.
wir hielten uns ungefähr eine stunde in der "kammer" -anders kann ich das nicht bezeichnen- auf. nachdem wir die spenden verteilt haben, schien die ca. 15 qm "große" kammer (mit dachschräge) noch beengter geworden zu sein, mir wurde es zu eng! ich stellte mir vor, ich würde in dieser kammer leben müssen, alleine, ohne job ohne aufgabe. aber ich bekam beklemmungen. außer einem schrank, zwei betten und zwei stühlen (mehr besitzen sie nicht) passt da eh nichts mehr rein! die familie muss sich ja auch noch drin aufhalten und das gestaltet sich schwierig, denn in der wohnung leben noch zwei männer, einer davon im wohnzimmer, in das die tür ihrer kammer führt. und wenn er sich dort aufhält, kann die familie, können die kinder nicht frei aus ihrer kammer ein- und ausgehen, schließlich betreten sie dann den "privatraum" des mitbewohners. gestern war der mitbewohner nicht da, so dass wir fotos machen konnten vom desolaten zustand dieser "wohnung". (ihr müsst euch nur klarmachen, dass die enge des raumes durch fotos nicht wiedergegeben werden kann, beim fotografieren stößt man an wände, so dass es nicht möglich ist, einen perspektivischen blick zu erhalten!)
innerlich war ich erschüttert, aber äußerlich lächelte ich den kindern und den eltern zurück. es ist erstaunlich wie gefasst und freundlich diese familie uns begegnet ist. kein jammern, kein klagen, keine wut, sie erzählten uns die tatsachen, als wäre das das natürlichste auf der welt, als müsse es so sein, ist es doch der erstrebenswerte wohlstand, der hier auf sie gewartet hat!
die wut hatte ich im bauch, als wir die familie verließen, um aufs internationale frauenfest zu gehen, das ich zuerst nicht genießen konnte, weil ich diese familie und diese wohnung im kopf und bauch mitnahm...aber zum glück traf ich dort auf frauen, die sich engagieren und was tun, die sich vernetzen, um gemeinsam eine lösung zu finden. und ich sage euch, lange wird diese familie nicht ohne geld bleiben! lange wird diese familie nicht in diesem loch bleiben! wir kümmern uns! danke liebe Gabriela, dass du mich mitgenommen hast, danke lieber Riad für deine hilfe beim spendenschleppen und beim übersetzen.



„In jedem Spiegel träumt ein Leben“.
(Peter Rudl)

 

Kinder dieser Welt – Waisenhausgedicht (Sri Lanka)

 

Spieglein, Spieglein


hab ich nicht,

möcht so gern mich auch mal sehn,
bin vielleicht gar wunderschön.

 

Denn ich liebe diese Welt,
auch wenn sie mir viel vorenthält.

 

Keine Mutter, keinen Vater, keine Puppe, keine Schuh,
nur der Wind streicht durch die Haare,
deckt am Abend mich auch zu.

Heute kam ein Auto an,
ich mich mal erkennen kann,


seh ein Gesicht, das freudig lacht,
hat mir großen Spaß macht.

 

Schuhe gab`s aus Ludwigshafen.
Hoffe nur, wenn wir tun schlafen,
sie nicht wieder wer`n genommen.

 

Werden verkauft dann auf dem Markt,
denn an uns Kleinen wird gespart.

Spendengelder kommen bei uns nicht an,
Heimleitung und andere sind `da rasch dran.

 

Nutzen sie für ihre Zwecke,
uns bleibt manchmal nicht ne Decke.

 

Doch ich freue mich aufs Leben,

wenn ich groß bin, will ich
nicht nur nehmen -
freu mich heute schon aufs GEBEN.

 

Deutschland, Deutschland kenn ich nicht,
muss ein Traumland sein - wie mein Gedicht.

 

Spiegel dort an jeder Ecke,
ach wenn ich nur einen hätte.

 

„Der Mensch ist der Spiegel des Menschen“
(Türkei)

 

Text und Fotos (C) Gabriela Hilf

 

Foto: Waisen-Kinder, die seit langem das erste Mal ihr Spiegelbild sehen können.